Hornhautbehandlung (Cross-Linking, Hornhauttransplantation)

Erklärungen zur Hornhaut

Die Hornhaut ist die vordere durchsichtige Begrenzung des Auges. Durch Trübungen, Verletzungen und verschiedenen Hornhauterkrankungen kann die Transparenz beeinträchtigt werden. Die Folge daraus ist eine Reduktion der Sehschärfe.

Hornhautverletzungen
Spitze Gegenstände oder chemische Substanzen können Narben auf der Hornhuat hervorrufen. Bei dem Kontakt mit einer ätzenden Substanz muss als Erstmassnahme das Auge gründlich ausgespült werden. Das Tragen einer Schutzbrille sowie andere geeignete Schutzmaßnahmen können beim Hantieren mit risikoreichen Stoffen Hornhautverletzungen verhindern.

Ursachen für Erkrankungen und Degenerationen der Hornhaut
Oft sind durch Bakterien, Viren oder Mikroben verursachte Infektionen Ursache für Geschwulste und Hornhauttrübungen. Die Durchsichtigkeit und Struktur der Hornhaut kann durch Wachstumsanomalien (z.B. Keratokonus, kegelartige Vorwölbung der Hornhaut), Ödeme nach einer Grauen Star Operation oder durch andere altersbedingte und erblich bedingte Krankheiten beeinträchtigt werden.

Was ist eine Hornhautübertragung?

Die einzige Möglichkeit, um das Sehvermögen bei einer Hornhauttrübung wieder zu erlangen, ist eine Hornhauttranplantation (Keratoplastik). Es werden jährlich ca 15-20‘000 Hornhauttransplantationen durchgeführt. Die Erfolgschancen hängen von der Ursache der Trübung ab. Für die Transplantation, aufgrund einer Degeneration infolge einer Operation des Grauen Stars oder zur Behandlung eines Keratokonus ist eine gute Prognose möglich. Eine Transplantation nach chemischen Verbrennungen ist deutlich aufwendiger und es kann keine deutliche Prognose abgegeben werden.

Wie werden Hornhautübertragungen durchgeführt?
Das für die Transplantation bestimmte Hornhautgewebe kommt von einer Spenderbank. Der Nutzen dieses Eingriffs besteht darin das beeinträchtigte Gewebe durch eine Transplantation des gesunden Gewebes des Spenders zu ersetzen. Die Wiedererlangung eines guten Sehvermögens kann, in Abhängigkeit vom Allgemeinzustand des Patienten und des Auges, bis zu einem Jahr nach der Transplantation dauern. Wie bei allen Transplantationen kann es zum Abstoßen des Transplantats kommen. Hauptanzeichen hierfür sind Rötung des Auges oder Schleiersehen. In diesem Fall sollte unverzüglich der Augenarzt aufgesucht werden, auch wenn bereits mehrere Jahre seit der Operation vergangen sind.