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Grüner Star (Glaukom)

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Unter “Glaukom” versteht man eine Augenerkrankung, bei welcher die Sehnervenfasern des Auges beschädigt werden. Die Sehkraft ist dadurch beeinträchtigt und meist tritt ein erhöhter Augendruck auf. Bildinformationen können nicht mehr korrekt ans Gehirn übermittelt werden. Der erhöhte Augendruck kann zu einer Schädigung der Nervenfasern im Bereich der Netzhaut und damit zur Störung des Gesichtsfeldes führen. Dies kann sogar zu einer Erblindung führen, wenn eine Behandlung nicht rechtzeitig eingeleitet wird.
Eine vollständige Heilung des Glaukoms ist nicht möglich, jedoch kann bei frühzeitiger Erkennung und Behandlung das Sehvermögen erhalten werden.

Das Glaukom wird nicht verursacht durch: Bluthochdruck, Kontaktlinsen, Lektüre bei schlechtem Licht, Arbeit am Computer. Vereinbaren Sie einen Termin bei uns im Augenzentrum ONO. Wir sind für Sie da, sobald Sie eine auffällige Veränderung Ihrer Sehkraft feststellen. Zudem empfehlen wir, spätestens ab einem Alter von 30 Jahre regelmässig zum Augenarzt zu gehen, um eine Routinekontrolle durchführen zu lassen.

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Weitere Informationen zum Grünen Star 

  • Wie entsteht ein Glaukom?

    Die Linse des menschlichen Auges wird durch einer farblosen Flüssigkeit, das sogenannte Kammerwasser, umspült. Diese versorgt das Gewebe in der vorderen Augenkammer mit Nährstoffen und sorgt dafür, dass der Druck im Auge und dadurch die Kugelstruktur (für die Funktion des Auges notwendig) des Auges aufrechterhalten bleibt.

    Normalerweise fließt das Kammerwasser durch einen Spalt zwischen Linse und Iris durch die Pupille in die vordere Augenkammer. Dort fliesst es dann ab, indem es durch eine Art Filterschicht durchsickert. Jede Behinderung des Kreislaufs führt zu einer Erhöhung des Augendrucks. Die Blutgefäße des Sehnervs sind besonders empfindlich gegenüber Druckerhöhung. Eine Schädigung von diesen Nervenfasern zieht einen schleichenden, aber einschneidenden sowie gefährlichen Gesichtsfeldverlust nach sich und kann im schlimmsten Fall zu einer Erblindung führen.
  • Was sind die Symptome des Grünen Stars?

    Der Grüne Star entwickelt sich eher schleichend und meist bemerken es die Patienten nicht, da die Bildung des Glaukoms keine Schmerzen verursacht. Über die Jahre hinweg kann sich die Sehkraft sehr stark verschlechtern und der Sehnerv ist bereits stark beschädigt, wenn der Patient es merkt. Da die Erblindung aufgrund eines Glaukoms erheblich oft vorkommt, raten wir unseren Patienten im Augenzentrum ONO eine regelmässige Kontrolle der Augen und des Augeninnendrucks.
  • Wie läuft eine Untersuchung des Glaukoms ab?

    1. Messung des Augeninnendrucks mit einem Tonometer.

    2. Untersuchung der Papille während der Untersuchung des Augenhintergrunds. Die Papille ist die Eintrittsstelle der Sehnervenfasern. Diese Sehnervenfasern bilden den Sehnerv, welcher die optischen Informationen zum Gehirn weiterleitet. Ist die Papille leicht weisslich mit schmalem Rand, wird Ihr Augenarzt weitere Untersuchungen wie z.B. die Gesichtsfelduntersuchung empfehlen.

    3. Erstellung eines Gesichtsfeldes. Dabei werden die Zahl, die Stelle und die Form der Gesichtsfeldausfälle mit einem Perimeter bestimmt.

    Je nach Ergebnis der Untersuchungen wird der Augenarzt das weitere Vorgehen mit Ihnen besprechen und gegebenenfalls eine Therapie einleiten, um zu verhindern, dass das Glaukom weiter fortschreitet.
  • Welche Menschen stehen unter Risiko, um am Grünen Star zu erkranken?

    Grüner Star kann bei jedem und zu jeder Zeit auftreten, aber die Häufigkeit dieser Erkrankung ist in folgenden Gruppen größer:
    • Personen über 40
    • Vorbelastung in der Familie
    • Weitsichtige
    • Diabetiker

    Betroffene Personen sollten häufiger und regelmässig eine Routinekontrolle ihrer Augen vornehmen lassen. So kann früh genug sichergestellt werden, dass das Glaukom die Sehfunktion nicht zerstört.
  • Welche Arten des Glaukoms gibt es?

    1. Chronisches Glaukom

    Das chronische Glaukom ist die bei weitem häufigste Art. Sie äußert sich durch Erhöhung des Augeninnendrucks infolge Behinderung des Kammerwasserabflusses im Auge. Dieses Glaukom ist gefährlich, da es sich langsam und ohne Alarmzeichen entwickelt. Dies kann zu irreversiblen Schäden führen, bevor der Patient überhaupt sein Vorhandensein bemerkt. Die Patienten empfinden keine Schmerzen und werden erst bei Verminderung des Sehvermögens darauf aufmerksam. In diesem Moment ist es zu spät, das Sehvermögen zu retten. Das verbleibende zentrale Sehen kann im Allgemeinen bei rascher Behandlung bewahrt werden.

    Medikamentöse Behandlung
    Es werden Tropfen oder sehr selten Tabletten verabreicht mit dem Ziel, die Kammerwasserproduktion zu vermindern oder die Abflussmöglichkeiten zu erhöhen.

    Laserbehandlung
    Bei der Trabekuloplastik mit Laser wird ein Argon-Laser-Bündel auf das Trabekelwerk gerichtet, um die Filtration zu erhöhen. Leider ist die Wirkung dieses Eingriffs, trotz guter Resultate nur vorübergehend.

    Operative Behandlung
    Haben sich die Behandlungen mit Medikamenten oder mittels Laser als nicht wirksam erwiesen oder sind die Nebenwirkungen zu groß, kann operativ behandelt werden. Zur Verbesserung des Kammerwasserabflusses wird entweder ein Implantat oder eine Klappe angebracht, wodurch der Augeninnendruck verringert wird.

    Da es verschiedene Operationsmethoden gibt, wird Ihr Augenchirurg die für Sie angemessene Methode mit Ihnen auswählen. Durch die Operation wird es möglich, den Kammerwasserdruck unter Kontrolle zu bringen. In einigen Fällen kann eine Kombination aus medikamentöser Behandlung und operativem Eingriff erforderlich sein. Hatte der Eingriff wenig Wirkung auf den Augeninnendruck, kann manchmal ein zweiter an einer anderen Stelle notwendig sein.

    Leben mit einem chronischen Glaukom
    Für Patienten mit chronischem Glaukom gibt es keinen Grund zur Beunruhigung, solange sie ihre Medikamente gewissenhaft nehmen, auch nach einem operativen Eingriff. Ein Grüner Star ist weder ansteckend, noch lebensbedrohlich. Es muss Ihnen jedoch bewusst sein, dass es langer Zeit bedarf, um sich an diese Situation zu gewöhnen. Bei einer regelmäßigen Behandlung kann das Sehvermögen erhalten werden. Glaukom Patienten brauchen sich nicht in ihren Aktivitäten zu beschränken.

    2. Akutes Glaukom

    Beim akuten Glaukom kommt es zu einem plötzlichen Druckanstieg im Auge, der durch einen Abflussstau des Kammerwassers durch die Iris bedingt ist. Bei manchen Augen ist der Abstand zwischen Linse und Iris, durch welche das Kammerwasser abfließen muss, sehr eng. Bestimmte Faktoren können den Abstand noch verringern oder sogar innerhalb kurzer Zeit den Durchgang verschließen. Bei Blockierung des Durchgangs zur vorderen Augenkammer sammelt sich die Flüssigkeit hinter der Iris, die sich nach vorne wölbt, wodurch der Abflussstau noch verstärkt wird.

    In anderen Fällen kann der Irisrand einen Abflussstau bedingen und zwar dann, wenn der Abstand zwischen Iris und Hornhaut nicht groß genug ist. Die Folge ist ein beträchtlicher unmittelbarer Druckanstieg im Augeninneren, der starke einseitige Kopfschmerzen, Übelkeit, Augenrötungen, verschwommenes Sehen und Farbringe um Lichter verursachen kann.

    Wenn das akute Glaukom nicht schnell behandelt wird, können nicht umkehrbare Schäden die Folge sein. Beim akuten Glaukom werden die Laserchirurgie oder Mikrochirurgie eingesetzt, um den Flüssigkeitsstau zu mindern, indem eine Öffnung in der Iris gemacht wird. Wenn dieser neue Kanal früh genug gelegt wird, kann ein Sehverlust vermieden werden.

    3. Glaukom bei niedrigem Augendruck

    In einigen Fällen kommt es trotz normalen Augeninnendrucks zu einer Schädigung des Sehnervs, bekannt unter der Bezeichnung «Normaldruckglaukom». Neuere Studien legen die Vermutung nahe, dass die Erkrankung mit einer Verhärtung der Arterien, die das Blut zum Sehnerv transportieren, zusammenhängt. Die beste Möglichkeit, diese Situation in den Griff zu bekommen, ist der Einsatz von Medikamenten zur Augendrucksenkung oder ein chirurgischer Eingriff.

    4. Angeborenes Glaukom

    Manche Babys kommen mit Behinderungen in den Abflusswegen des Auges zur Welt. Man spricht von einem angeborenen Glaukom. Das Sehvermögen kann durch einen chirurgischen Eingriff, bei dem ein Abfluss an der verschlossenen Stelle gelegt wird, erhalten werden.

    5. Sekundärglaukom

    Augenverletzungen, Krankheiten, Entzündungen und andere Faktoren können zu einem Stau und einer Ansammlung des Kammerwassers im Auge, verbunden mit Druckerhöhung, führen. Das so entstandene Glaukom wird Sekundärglaukom genannt. Die Beeinträchtigungen können vorübergehend und vollkommen reversibel sein, wenn die Ursache erkannt und beseitigt werden kann. Dennoch ist für gewöhnlich eine medikamentöse oder chirurgische Behandlung notwendig.
  • Empfehlungen für Glaukom Patienten

    1. Die Augentropfen sollten nach Vorschrift des Arztes diszipliniert getropft werden. Ändern Sie nicht eigenmächtig die Anzahl der Tropfen.

    2. Nehmen Sie auf Reisen eine ausreichende Reserve an Medikamenten mit. Falls notwendig, bitten Sie Ihren Arzt um ein zusätzliches Rezept. Denken Sie daran, dass Ihr Glaukom nur bei regelmässiger Einnahme des Medikaments unter Kontrolle gehalten werden kann.

    3. Halten Sie die in regelmässig geplanten Untersuchungstermine bei Ihrem Arzt ein, um den Therapieerfolg festzustellen und um je nach Ergebnissen eine Änderung der Massnahmen vorzunehmen.

    4. Wenn Sie einen anderen Arzt konsultieren, z.B. Ihren Hausarzt, informieren Sie ihn über Ihre Glaukom Behandlung.

    5. Nehmen sie niemals andere Medikamente für die Augen ohne vorherige Zustimmung Ihres Arztes.

    6. Das Glaukom kann die Sehkraft erheblich beeinträchtigen. Ermutigen Sie deshalb alle erwachsenen Familienmitglieder und Verwandte, sich regelmäßig einer Augenuntersuchung zu unterziehen.

    7. Wenn Sie am Glaukom operiert werden müssen, können Sie nach dem mikrochirurgischen Eingriff am gleichen Tag nach Hause gehen. Der Eingriff ist nicht schwieriger als eine Operation des Grauen Stars.
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