Kinderaugenheilkunde

Früherkennung von Sehstörungen

Wenn ein Kind nach der Geburt «das Licht der Welt» erblickt, sieht es davon erst noch recht wenig. Neugeborene nehmen vor allem Bewegungen in kurzem Abstand vor ihrem Gesicht wahr. Das Farbsehen und die Sehschärfe entwickeln sich innerhalb des ersten Lebensjahres. Durch das tägliche Sehen bildet sich die Zusammenarbeit beider Augen und damit das räumliche Sehen aus, welches sich bis etwa zum 10. Lebensjahr verfestigt. Wird diese Entwicklung gestört, können bleibende Sehbehinderungen entstehen. Ganz entscheidend sind deshalb die Beobachtungen von Eltern, Grosseltern und Betreuern, damit mögliche Sehstörungen früh erkannt werden können. Folgende Beobachtungen lassen auf ein Abweichen der normalen Entwicklung des Auges schliessen und sollten unbedingt von einem/-r Augenarzt/-ärztin abgeklärt werden.

Eine frühe Entdeckung von Sehstörungen ist sehr wichtig, da die Entwickler der Sehfunktion im Wesentlichen in den ersten 4-6 Lebensmonaten stattfinden.

So wie Ihr Kind viele Sachen erlernt, erlernt es in dieser Zeit das Sehen. Wird dieser Lernprozess gestört, kann keine altersentsprechende Sehentwicklung stattfinden. Je früher diese Sehstörung erkannt wird, umso grösser ist die Chance, dass eine normale Sehentwicklung stattfinden kann.

« Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr »

Eine sichere Früherkennung solcher Störungen kann im Rahmen einer augenärztlichen, sowie orthoptischen Untersuchung gezielt abgeklärt werden.

• Familiäre Vorbelastung, beispielsweise Brillenträger
• Frühgeburtlichkeit
• Strabismus (Schielen)
• Nystagmus (Augenzittern)
• Auffälligkeiten der Lidstellung 
• Schiefhalten des Kopfes
• Lichtempfindlichkeit
• Augenkneifen, ständiges Blinzeln
• grau-weissliche Pupille
• verklebte Augen, bzw. „unterwasserstehende Augen“

Bei Unsicherheiten ob Ihr Kind betroffen ist, sind unsere Orthoptistinnen und Augenärzte gern für Sie und Ihr Kind da.